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Eine Socke stopfen | Webstopfen & Sticken

Socken stopfen – eine einfache Anleitung für Anfängerinnen

„Es ist doch nur eine Socke…

Lohnt es sich überhaupt, eine kaputte Socke zu reparieren?

„Es ist nur ein Strumpf,
ein billiger Strumpf,
ein löchriger Strumpf, ein Strumpf wie viele andere
Aber
Der Strumpf hat viel erlebt
Regen und Matsch
Sonnenschein und Wind
harte Arbeit
weite Wege
schlaflose Nächte
und verpasste Mahlzeiten
Aber
Es ist nur ein Strumpf
ein kaputter Strumpf
Wenn alle sagen
weg damit, es lohnt sich nicht
stopfe ich ihn trotzdem.“ (Aus: Flicken und Stopfen von Nina & Sonya Montenegro)

Heute stelle ich euch diese Socken vor, die meine Freundin Nike so süss gestopft hat.

Ich finde, durch das #visiblemending sind sie noch schöner als vorher. So sind sie einzigartig geworden 🥰

Wie stopfe ich Socken?
Wie stopfe ich Socken?

Socken stopfen – so geht es!

Technik: Webstopfen & Sticken

1 Zuerst ausgefranste Ränder und lose Fäden am Loch sauber abschneiden.

2 Einen einfachen Faden in die Nadel fädeln. Wähle den Faden entsprechend der Fadenstärke deines Gewebes, das du reparieren möchtest. Er sollte etwa die gleiche Dicke haben, wie das Original.

3 Die Nadel mit etwa 1,5 Zentimeter Abstand zum Loch von der Unterseite nach oben durchstechen. Der Abstand ist wichtig, denn nur im intakten Stoff ausserhalb der kaputten Stelle findet das Garn genug Halt. Den Faden so weit durchziehen, dass auf der Unterseite das Ende etwa 10 Zentimeter lang ist. Es wird später vernäht. Zwei kurze Stiche übereinander nähen, um den Faden zu fixieren.

4 Nähe senkrechte Vorstiche bis etwa 1,5 Zentimeter oberhalb des Lochs, nach Belieben kannst du auch weiter hinaus nähen. Dann mit der Nadel die Richtung wechseln und dicht neben der ersten Reihe eine zweite Reihe Vorstiche arbeiten. Dies solange wiederholen bis du beim Loch angekommen bist.

5 Wenn das Loch erreicht ist, den Faden gerade über das Loch führen und auf der anderen Seite mit Vorstichen weiterarbeiten. Die Abstände zwischen den Vorstichen müssen so eng wie möglich sein.

6 Achte darauf, dass du den Faden nicht zu sehr spannst, sonst kräuselt sich sich das Gewebe um die Stopfstelle herum.

7 Solange weiterarbeiten bis du das ganze Loch mit dichten senkrechten Fäden ausgefüllt hast.

8 Und wieder mindestens 1,5 Zentimeter senkrechte Vorstiche an der Seite im intakten Stoff nähen.

9 Wenn der Faden noch lang genug ist, dann geht es jetzt mit waagerechten Stichen weiter.

10 Beim Weben wird die Nadel immer im Wechsel über und unter die senkrechten Fäden geführt. So entsteht eine dichte und haltbare Oberfläche.

11 Am Ende den Faden auf der Unterseite vernähen. Auch alle anderen losen Fäden!

„Dinge gehen kaputt. Aber wir haben Hände und sie können nähen, stopfen, heften, stecken, kleben, weben, flicken.“

– Nina & Sonya Montenegro